Am 05. Juni wird traditionell der Internationaler Tag der Umwelt gefeiert. Weltweit beteiligen sich in der Regel über 150 Staaten, in denen Aktionen, Veranstaltungen und Maßnahmen durchgeführt werden.  Der Tag geht zurück auf die erste Umweltschutzkonferenz der Vereinten Nationen 1972. Seit 1976 beteiligt sich auch Deutschland an diesem Umwelttag. Das diesjährige Motto lautet „natur:verbunden“.

Diesen Umwelttag nehme ich zum Anlass, um auf die Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen der Stadt zu schauen. 

Im Juli 2018 wurde das Integrierte Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept (IKK) einstimmig durch den Planungsausschuss verabschiedet. Insgesamt umfasst der Maßnahmenkatalog 21 Einzelmaßnahmen. Fünf dieser Einzelmaßnahmen wurden mit Priorität versehen.

Verankerung von Klimaschutzvorgaben in Bebauungsplänen, Ausbau und Förderung einer Ladeinfrastruktur, Aufbau eines kommunalen Mobilitätsmanagements, Optimierung und Erneuerung des Radfahrkonzeptes und die Umstellung des kommunalen Fuhrparks.

Nach fast zwei Jahren müssen wir feststellen, dass die Stadtwerke beabsichtigen, ihren Fuhrpark zu erneuern. Das Vergabeamt beschäftigt sich u.a. mit Mobilitätsmanagement und ein Klimaschutzmanager ist inzwischen neu eingestellt. Und sonst? Von der Verankerung von Klimaschutzzielen in Bebauungsplänen ist nichts erkennbar. Die Förderung des Radverkehrs kommt nicht voran. Und der Ausbau und die Förderung einer Ladeinfrastruktur für E-Mobilität überlassen Stadt und Stadtwerke der Rheinenergie.   

Dabei sind die Aufgaben im Umwelt- und Klimaschutz gewaltig. Allein die Verkehrswende mit dem Ausbau des Stadtbusses und der Umrüstung der gesamten Stadtbusflotte auf Null-Emissionsfahrzeuge, eine zusätzliche Wasserstofftankstelle, der Ausbau des bestehenden Car-Sharing-Systems und die Errichtung von Mobilitätsstationen sind weitere zusätzliche Aufgaben.

Um wirklichen Umwelt- und Klimaschutz zu erreichen, müssen Stadt und Stadtwerke aktiver handeln.